Wegen des Ausstellungswechsels ist das Museum geschlossen. Ab dem 28. Februar 2026 ist die neue Ausstellung geöffnet.
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Simon Hantaï (1922–2008) gehört zu den wichtigsten Vertretern der internationalen Nachkriegsmoderne. 1948 emigrierte der ungarische Künstler nach Paris, wo er sich bald im Umfeld der aufstrebenden Avantgarde bewegte. Nach einer ersten surrealistischen Phase wandte er sich in den 1950er Jahren der Malerei des Informel zu und setzte sich zugleich intensiv mit dem Werk Jackson Pollocks auseinander. Das Jahr 1960 markiert einen Wendepunkt in Hantaïs Werk: Von diesem Moment an konzentriert er seine radikal experimentellen Forschungen auf das „pliage comme méthode“ – Werke, in denen er die gefaltete Leinwand mit Öl- oder Acrylfarbe bedeckte, um farbig leuchtende Zufallsmuster zu erzeugen. 1980 wurde Hantaï mit dem Grand Prix National des Arts Plastiques ausgezeichnet, zwei Jahre später war er Repräsentant seiner Wahlheimat auf der Biennale in Venedig. Mit rund 40 teils monumentalen Schlüsselwerken aus vier Schaffensjahrzehnten gibt die Ausstellung in Baden-Baden einen facettenreichen Überblick über das bildgewaltige Schaffen Hantaïs und präsentiert seinen herausragenden Beitrag zur internationalen Nachkriegsabstraktion als ein sinnlich bewegendes Fest der Farbe. Zu den zahlreichen Leihgebern zur Werkschau gehören unter anderem das Musée d’art contemporain de Bordeaux, die Fondation Gandur pour l’Art, Genève, die Fondation Louis Vuitton, das Musée d’art moderne de Paris sowie das Musée d’art moderne et contemporain de Saint-Étienne.
Eine Ausstellung des Museum Frieder Burda, Baden-Baden. Mit großzügiger Unterstützung der Archives Simon Hantaï, Paris.
Obwohl der Begriff »Pop« in erster Linie mit der amerikanischen Nachkriegsmalerei in Verbindung gebracht wird, beschäftigten sich zahlreiche europäische Avantgardekünstler zur gleichen Zeit mit den gleichen Themen. Auch sieuntersuchten die Beziehung zwischen Kunst und Konsum, griffen auf die Bildwelten von Mode, Werbung und Unterhaltung zurück oder hinterfragten die sich wandelnden Rollenbilder der Frau zwischen Pin-up und Emanzipation. Die Ausstellung im Museum Frieder Burda fokussiert das Werk europäischer Malerinnen und Maler, die auf Innovationen der Pop Art reagierten, um das Verhältnis zwischen Kunst und moderner Vergnügungsgesellschaft neu zu hinterfragen. Vor dem Hintergrund eines regen transatlantischen Austauschs werden ihren farbstarken Arbeiten gezielt einzelne Gemälde der amerikanischen Pop Art gegenübergestellt. Insgesamt versammelt die opulente Werkschau mehr als 70 Werke von über 20 Künstlerinnen und Künstlern.
Vertretene Künstlerinnen und Künstler: Arman, Balder, Werner
Berges, Rafael Canogar, César, John Chamberlain, William Copley, Christa
Dichgans, Erró, Gérard Fromanger, Claude Gilli, Eulàlia Grau, Raymond
Hains, Maurice Henry, Allen Jones, Alex Katz, Kiki Kogelnik, Umberto
Mariani, Ivan Messac, Jacques Monory, Edgar Naccache, Sigmar Polke,
Bernard Rancillac, Antonio Recalcati, Gerhard Richter, Chryssa Romanos,
Mimmo Rotella, Niki de Saint-Phalle, Daniel Spoerri, Peter Stämpfli,
Walter Strack, Hervé Télémaque, Fernand Teyssier und Andy Warhol.
Eine Ausstellung des Museum Frieder Burda, Baden-Baden.Mit freundlicher Unterstützung der Fondation Gandur pour l’Art, Genève, Schweiz.