Candice Breitz, TLDR, 2017. Still, here: Connie. 13-Channel Installation. Commissioned by the B3 Biennial of the Moving Image, Frankfurt. Courtesy: the artist and KOW (Berlin).

CANDICE BREITZ: SEX WORK

IM DIALOG MIT WERKEN VON WILLIAM N. COPLEY AUS DER SAMMLUNG FRIEDER BURDA

Seit die #MeToo-Bewegung den Mainstream erreicht hat, zielt der Diskurs darauf ab, geschlechtsspezifisch motivierte Gewalt zu analysieren und sichtbar zu machen und hat so eine der wichtigsten wie auch umstrittensten Debatten unserer Zeit ausgelöst. In der Offenlegung der Dynamiken von Gender und Macht, die die Beziehungen am Arbeitsplatz (und in der restlichen Welt) bestimmen, hat die Bewegung allerdings überproportional viel Aufmerksamkeit auf solche Vorfälle des Missbrauchs und der sexuellen Belästigung gerichtet, die von privilegierten Individuen und/oder Personen mit großer Medienpräsenz zur Sprache gebracht wurden. Obwohl die in Candice Breitz: Sex Work gezeigten Videoarbeiten bereits vor dem Höhepunkt der #MeToo Bewegung im Oktober 2017 entstanden sind spiegeln sie doch eindringlich die Debatte wider. Candice Breitz thematisiert die geschlechtsspezifisch motivierte Gewalt mit der Sexarbeiter*innen bei ihrer Arbeit und in ihrem Leben konfrontiert sind und setzt damit den Fokus zentraler Fragen der Bewegung neu.

Die Ausstellung spannt einen Bogen von den Arbeiten des US-amerikanischen Künstlers William N. Copley (1919-1996), einer bedeutenden Außenseiterfigur der Kunst des 20. Jahrhunderts, zu den Arbeiten der südafrikanischen, in Berlin lebenden Künstlerin Candice Breitz (geb. 1972), einer der führenden Stimmen der Gegenwartskunst. In den Arbeiten der Ausstellung fechten beide Künstler*innen vehement die Stigmatisierung von Sexarbeit an, wenn auch aus radikal unterschiedlichen Perspektiven.

Candice Breitz: Sex Work ist die jüngste einer Reihe von Ausstellungen und Workshops im Salon Berlin, die sich der kuratorischen Aufgabe widmen wie künstlerische Ausdrucksformen zu sozialen, politischen und ökologischen Debatten beitragen können.

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SYMPOSIUM: WE ARE NOT YOUR DEMOISELLES

26 SEPTEMBER 2018

 

LOCATION:

KW Institute for Contemporary Art

Studio, front building, 1st floor

KUNST-WERKE BERLIN e. V., Auguststraße 69, 10117 Berlin

 

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Salon Berlin; Foto Roman März

Museum Frieder Burda I Salon Berlin

Im Herbst 2016 hat das Museum Frieder Burda im Zuge des Generationswechsels den „Salon Berlin“ in einem der vitalsten Kunstviertel der Hauptstadt eröffnet. Eng mit dem Museum in Baden-Baden verbunden, ist der Salon mehr als ein Projekt- und Schauraum, der das Museumsprogramm und die Sammlung des Mutterhauses begleitet und vermittelt. Unter der kuratorischen Leitung von Patricia Kamp wurde in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule in der Auguststraße ein Ort des Austausches und der Diskurse geschaffen, der sich der Förderung und Vermittlung neuer künstlerischer Ausdrucksformen verschreibt. In wechselnden Ausstellungen werden hier einzelne, herausragende Positionen der Sammlung Frieder Burda in ein dynamisches Spannungsfeld mit aktueller Gegenwartskunst gebracht. 

Als Forum für internationale Gegenwartskunst nutzt der Salon Berlin die Expertise eines der erfolgreichsten Privatmuseen Deutschlands, um in Berlin zeitgenössische Positionen in herausfordernden Kontexten und Kombinationen zu präsentieren. So traten hier bereits junge Künstlerinnen wie Alicja Kwade oder Nathalie Djurberg mit Werken von Sigmar Polke oder Willem de Kooning aus der Sammlung Frieder Burda in Dialog. Für jede Ausstellung werden thematische und ästhetische Konzepte erarbeitet, die die visuelle Gestaltung des Salons und auch das Rahmenprogramm prägen.

Der Salon Berlin möchte mit seinen thematisch und ästhetisch erarbeiten Ausstellungsformaten Grenzen überschreiten. Er will nicht nur dringliche Positionen vorstellen, sondern durch die Kunst intellektuelle und emotionale Anstöße geben, um notwendige Visionen für eine gemeinsame Zukunft zu entwickeln. 

Information

Kontakt

MUSEUM FRIEDER BURDA | Salon Berlin

Auguststraße 11-13
10117 Berlin

Tel.: 0049 (0) 30 240 47404
E-Mail: salon(at)museum-frieder-burda.de

Öffnungszeiten

Do - Sa, 12.00 - 18.00 Uhr

Ansprechpartner

Leitung: Patricia Kamp

Büroleiterin Salon Berlin / Assistentin der künstlerischen Leiterin:

Sophie Mattheus