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KATHARINA SIEVERDING
3. — 26. 9. 2021
Parallel zur umfangreichen Ausstellung im Museum Frieder Burda in Baden-Baden präsentiert der Salon Berlin in der ehemaligen Jüdischen Mädchenschule in der Auguststraße eine thematisch konzentrierte Auswahl an Werken Katharina Sieverdings. Zu sehen sind einige großformatige Fotoarbeiten, die auf die schwärzeste Geschichte Deutschlands, die Zeit des Nationalsozialismus, verweisen: Sie greifen auf dokumentarische Aufnahmen der Konzentrationslager Dachau und Sachsenhausen und des Holocaust-Denkmals in Berlin zurück. Mit diesen Werken sensibilisiert Katharina Sieverding für Erfahrungen von Antisemitismus und Ausgrenzung, Rassismus und Gewalt, die in ihrer Zeitlosigkeit und offensichtlichen Unüberwindbarkeit immer wieder aufs Neue erschrecken.
Außerdem zeigt der Salon Berlin monumentale Selbstporträts vom Ende der 1960er-Jahre sowie die Arbeit TESTCUTS, eine Reflektion über Katharina Sieverdings eigene Biografie: Ereignisse aus der Kunstszene von 1966 bis in die Gegenwart fügen sich zu einer großformatigen Fotocollage von 20 m zusammen.
Die Ausstellung wird kuratiert von Udo Kittelmann in Zusammenarbeit mit Katharina Sieverding.