Bloggen im Jahr 2026

2026 einen Blog ins Leben zu rufen, mutet beinahe anachronistisch an. Warum wir uns dennoch dafür entschieden haben, berichtet unser Kaufmännischer Direktor Florian Trott.

Vor ziemlich genau 20 Jahren haben wir in der Kulturinstitution in Potsdam, für die ich damals tätig war, einen Blog gestartet. 2006 war das in der Kulturbranche ungeheuer innovativ und ich kann mich noch genau erinnern, wie stolz ich auf diese Vorreiterrolle unserer Einrichtung im Digitalen war. 20 Jahre später launchen wir nun am Museum Frieder Burda einen Blog. Einen Innovationscharakter würde ich dieser Entscheidung nicht zuschreiben, aber dennoch bin ich dem Vorschlag des Kommunikationsteams, in die neue Website des Museums einen Blog zu implementieren, gerne gefolgt.

Old school oder zeitlose Souveränität?

Blogs haben mittlerweile ihre eigene Geschichte: Die Jahrtausendwende lässt sich als Zeit des Durchbruchs der so genannten Weblogs bezeichnen, die Jahre danach könnten die Blütezeit der ersten Blog-Generation genannt werden. Mit dem Durchbruch der sozialen Medien wirkten Blogs plötzlich old school, waren aber dennoch nie verschwunden. In Zeiten der vieldiskutierten Plattformabhängigkeit, hat ein eigener Museums-Blog für unsere Besucher und Nutzer, wie auch für uns weitere Vorteile.

Geschichten langfristig lebhaft sichtbar machen

Der Blog ermöglicht es, dass unser schier unendliches Reservoir von Geschichten, die es wert sind, gelegentlich erzählt zu werden, sichtbar zu machen – für alle Nutzer unmittelbar und langfristig erreichbar, ohne Notwendigkeit eines Profils oder Logins.

Ob die Konzeption von Ausstellungen, Sammlungswerke, die auf Reisen gehen oder Einblicke hinter die Kulissen und in die Geschichte unseres Hauses – all das wollen wir aufschreiben und so Teile des lebendigen Museumsalltags mit Ihnen und Euch teilen. Dabei wollen wir aber auch über den Tellerrand hinausschauen und ebenso Themen aufgreifen, die in der Kunst- und Museumswelt diskutiert werden oder den Fokus auf die Stadt lenken, in der unser Museum steht.

Das Museum Frieder Burda im Digitalen 

Aus der Kommunikation kommend und mit einer großen Begeisterung fürs Digitale freue ich mich sehr, dass wir mit der neuen Website das Museum Frieda Burda im Digitalen noch zugänglicher machen. Dabei stellt der Blog nur einen Baustein dar. Besonders wertvoll ist auch das Schaufenster in unsere hochkarätige Sammlung, das wir Ihnen nun ebenso präsentieren können und das die Wartezeit auf den kommenden Ausstellungsbesuch bei uns etwas verkürzt.

Museen sind Orte der kulturellen Bildung, des Austauschs und der Begegnung. Wir freuen uns daher auch auf den Austausch und Impulse in den Kommentaren ebenso wie auf Ihr Feedback zur neuen Website und dem Blog per Mail oder vor Ort – wir sehen und lesen uns!

Hier bloggt Florian Trott.

Das könnte sie auch interessieren