Soheila Sokhanvari
Das verlorene Paradies



27. 11. 2027 — 5. 5. 2028
Die iranisch-britische Künstlerin Soheila Sokhanvari gehört zu den spannendsten Positionen der internationalen Gegenwartskunst. 1964 in Shiraz, Iran, geboren, verließ sie ihr Heimatland ein Jahr vor Ausbruch der Islamischen Revolution im Jahr 1979. In ihrer multimedialen Praxis verbindet Sokhanvari historische Techniken mit einer zeitgenössischen, vielfach politisch aufgeladenen Bildsprache. Ihre Arbeiten kreisen um Erinnerung, Identität, Exil und kulturelle Zugehörigkeit und erzählen insbesondere von rebellischen Frauen, deren Stimmen und Biografien in der iranischen Gesellschaft immer wieder zum Schweigen gebracht wurden. Internationale Bekanntheit erlangte sie 2022 mit ihrer viel beachteten Soloausstellung Rebel, Rebel, die zunächst im Barbican Center in London und anschließend im ARoS Kunstmuseum in Aarhus, Dänemark, zu sehen war. In enger Zusammenarbeit mit der Künstlerin zeigt das Museum Frieder Burda Sokhanvaris bislang größte Einzelausstellung weltweit. Im Zentrum stehen dabei ihre in leuchtender Eitempera ausgeführten Porträts, die an die Tradition der persischen Miniaturmalerei anknüpfen und neben Darstellungen ihrer eigenen Familie auch bekannte Persönlichkeiten der iranischen Kultur- und Zeitgeschichte ins Bild setzen – ein spannungsreicher Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart, persönlicher Geschichte und gesellschaftlicher Realität.
Eine Ausstellung des Museum Frieder Burda, Baden-Baden, und der Kunsthal Rotterdam.