Ray Johnson, ohne Titel (Picasso Queen), 1973. Mischtechnik auf Pappe, Museum Frieder Burda ©Ray Johnson Estate New York, 2017

Ray Johnson

Picasso Queen
09. Dezember 2017 – 21. Mai 2018

Die Präsentation im Mezzanin des Museum Frieder Burda zeigt rund 20 Collagen des US-amerikanischen Künstlers Ray Johnson (1927-1995).

Als Vorläufer der Pop-Art sind seine bezaubernden Arbeiten einem größeren Publikum noch wenig bekannt, innerhalb der Kunstszene genießt dieser wichtige Künstler als Begründer der Mail Art den Ruf eines legendären Außenseiters. Nach Abschluss seines Studiums am berühmten avantgardistischen Black Mountain College in North Carolina ging Johnson 1948 nach New York und begann, ausgehend von der dadaistischen Collage, seine verspielten moticos zu entwickeln, kleinformatige Collagen, in denen er mit zarten Zeichnungen, Zeitungs- und Magazinausschnitten, Anzeigen, Markenlogos und zufälligen Elementen formale Abstraktionsprozesse durchspielt und sie zu skurrilen Materialpreziosen verdichtet. Indem er sich bereits Anfang der 1950er Jahre der amerikanischen Massenmedien bedient und von der Populärkultur inspirieren lässt, ist er Pop-Art-Heroen wie Andy Warhol, Jasper Johns oder Robert Rauschenberg mit Witz und Verve einen Schritt voraus.

Die ausgestellten Arbeiten stammen aus dem Bestand der Sammlung Frieder Burda und dem Ray Johnson Estate in New York. 

Mit dieser Kabinettausstellung wird das Konzept fortgesetzt, Solitäre aus der Sammlung Frieder Burda in wechselnden Präsentationen immer wieder neu und differenziert vorzustellen. Somit ist das Mezzanin im Herzen des Hauses ein Ort lebendiger Betrachtung und Auseinandersetzung, an dem der Besucher in den Facettenreichtum der Kollektion eintauchen kann.

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