{"id":2138,"date":"2026-09-04T17:24:14","date_gmt":"2026-09-04T15:24:14","guid":{"rendered":"https:\/\/preview.museum-frieder-burda.de\/ausstellung\/leger-laurens-tete-a-tete\/"},"modified":"2026-09-04T18:23:54","modified_gmt":"2026-09-04T16:23:54","slug":"leger-laurens-tete-a-tete","status":"publish","type":"ausstellung","link":"https:\/\/www.museum-frieder-burda.de\/en\/ausstellung\/leger-laurens-tete-a-tete\/","title":{"rendered":"LEGER-LAURENS &#8221;T\u00caTE-\u00c0-T\u00caTE&#8221;"},"content":{"rendered":"\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\"><\/figure>\n\n<div class=\"wp-block-columns is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-8f761849 wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n\n\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt vom 23. Juni bis zum 4. November 2012 eine Ausstellung von Fernand L\u00e9ger (1881 Argentan \u2013 1955 Gif-sur-Yvette) und Henri Laurens (1885 Paris \u2013 1954 Paris), deren Werke die Kunst in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts entscheidend gepr\u00e4gt haben. Die Gegen\u00fcberstellung dieser beiden bedeutenden K\u00fcnstler erm\u00f6glicht dem Besucher, ihr jeweiliges Schaffen in zwei sehr unterschiedlichen, aber zweifellos einander erg\u00e4nzenden Bereichen \u2013 der Malerei und der Bildhauerkunst \u2013 neu zu entdecken.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fernand L\u00e9ger geh\u00f6rt zu den herausragenden Vertretern der Moderne des beginnenden 20. Jahrhunderts. Schon fr\u00fch setzt er sich in seinen Werken mit seiner Zeit auseinander und erarbeitet in der kubistischen Phase seines Schaffens Bilder in kr\u00e4ftigen Farben (Blau, Wei\u00df, Gelb, Gr\u00fcn), die er \u201eFormkontraste\u201c nennt: eine ausschnitthafte Welt, in der die Maschine entschieden ihren Platz einzunehmen scheint. Wie L\u00e9ger sp\u00e4ter selbst berichtet, war er w\u00e4hrend seines Einsatzes im Ersten Weltkrieg \u201efasziniert von einem offen in der Sonne liegenden Bodenst\u00fcck einer 75-mm-Kanone\u201c. Der Mensch f\u00fcgt sich formelhaft in seine Sujets ein, er wird als anonymes Objekt dargestellt, wobei einer dem anderen ebenb\u00fcrtig ist.Nach der \u201ep\u00e9riode m\u00e9canique\u201c bestimmt die Besch\u00e4ftigung mit dem Monumentalen Fernand L\u00e9gers Werk. Der K\u00fcnstler konzipiert einen dynamischen Raum, in dem der Mensch \u2013 als Akrobat, Radfahrer oder Taucher \u2013 nun ganz selbstverst\u00e4ndlich seinen Platz findet. Er malt gro\u00dfformatige Bilder wie \u201eLa Composition aux deux perroquets \u2013 Komposition mit zwei Papageien\u201c (1935\u20131939), ein Meisterwerk dieser Zeit. Sein politisches Engagement spiegelt sich in Werken wie \u201eLes Loisirs \u2013 Die Rast\u201c oder \u201eLes Constructeurs \u2013 Die Bauarbeiter\u201c wider. W\u00e4hrend des Zweiten Weltkriegs arbeitet Fernand L\u00e9ger in New York, wo er gro\u00dfen Einfluss auf die amerikanische Kunst aus\u00fcbt. Er verwendet nunmehr leuchtende, reine Farben, die sich schon bald von den Formen l\u00f6sen, zu denen sie geh\u00f6ren. Eine neue Welt tritt in Erscheinung.Entstanden ist ein beeindruckendes Werk von universellem Charakter, das mit seiner einzigartigen Pr\u00e4senz das gesamte 20. Jahrhundert gepr\u00e4gt hat.         <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Henri Laurens entdeckt den Kubismus bereits 1908. Die hohen Anspr\u00fcche, die er an seine dreidimensionalen, aus Holz und Metall gefertigten Arbeiten stellt, und die intensive Auseinandersetzung mit dem eigenen Werk machen ihn zu einem der f\u00fchrenden K\u00fcnstler, die unsere Sicht- und Denkweise in Bezug auf Raum, Volumen und Material zu Beginn des 20. Jahrhunderts grundlegend ver\u00e4ndert haben. 1910 lernt er in Paris Fernand L\u00e9ger kennen. Henri Laurens, der eng mit Georges Braque und Pablo Picasso befreundet ist, gilt als einer der wichtigsten Vertreter des Kubismus. Es entstehen Arbeiten aus Terrakotta und Stein. 1921 l\u00f6st er sich vom synthetischen Kubismus und wendet sich der menschlichen Figur und dem Volumen zu. Die drei\u00dfiger Jahre sind von massigen, dynamischen, h\u00e4ufig aus Bronze gefertigten Kompositionen wie \u201eL'Oc\u00e9anide \u2013 Die Okeanide\u201c (1932\/33) gepr\u00e4gt. In den drei\u00dfiger und vierziger Jahren entstehen dann auch volumin\u00f6sere Skulpturen. Laurens, der ein Gegner jeglicher Form von Totalitarismus ist, erschafft ein \u00fcberw\u00e4ltigendes \u0152uvre, in dem jene unruhige Zeit zwischen Tradition und Bruch zum Ausdruck kommt: Arbeiten wie \u201eLa grande Musicienne \u2013 Die gro\u00dfe Musikerin\u201c (1938) oder \u201eL'Adieu \u2013 Der Abschied\u201c (1940\/41) zeugen von dieser Auseinandersetzung.Nach dem Zweiten Weltkrieg entstehen Rundplastiken wie \u201eLa Grande Baigneuse \u2013 Die gro\u00dfe Badende\u201c (1947) oder \u201eL'Automne \u2013 Der Herbst\u201c (1948), die f\u00fcr die zeitgen\u00f6ssische Skulptur richtungsweisend sind. 1948 repr\u00e4sentiert Henri Laurens Frankreich auf der Biennale von Venedig. Die f\u00fclligen Formen verleihen seinem Sp\u00e4twerk etwas Zeitloses.          <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fernand L\u00e9ger und Henri Laurens waren Zeitgenossen. Die beiden K\u00fcnstler, deren Schaffen vom Geist der Freiheit gepr\u00e4gt war, haben einander gekannt und gesch\u00e4tzt. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In der Ausstellung werden sie sich in einem fruchtbaren Dialog gegen\u00fcberstehen. Dem Museum Frieder Burda \u2013 ein Ort, der dem Zusammenspiel von Licht und Raum gewidmet ist \u2013 wird dabei eine neue Rolle zuteil: Die des Sichtbarmachens zun\u00e4chst ungeahnter Parallelen und \u00dcberschneidungen, die in der Zusammenschau die Bedeutung, Intelligenz und Intuition dieser beiden K\u00fcnstler offenbaren. Ihre innovative Bild- und Formensprache wirkt bis heute nach, sowohl in der Malerei wie in der Bildhauerkunst.  <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Ausstellung umfasst wird mehr als 80 Arbeiten, darunter bedeutende Leihgaben aus dem Centre Pompidou in Paris, das eine beachtliche Sammlung mit Skulpturen von Henri Laurens besitzt. In Baden-Baden sind neben den Hauptwerken von Henri Laurens die von einem g\u00e4nzlich neuartigen Malstil zeugenden Arbeiten Fernand L\u00e9gers zu sehen, darunter sein monumentales Werk \u201eLa Composition aux deux perroquets \u2013 Komposition mit zwei Papageien\u201c (1935\u201339) aus dem Centre Pompidou, das zum ersten Mal in Deutschland gezeigt wird. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Erg\u00e4nzt wird diese Auswahl um weitere Werke aus gro\u00dfen europ\u00e4ischen Museen und Privatsammlungen. Zur Ausstellung erscheint ein umfassender Katalog mit Farbabbildungen s\u00e4mtlicher Exponate sowie zahlreichen Texten, Biografien und Erl\u00e4uterungen. <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die eigens f\u00fcr das Museum Frieder Burda unter Mitwirkung des Centre Pompidou realisierte Ausstellung vereint Fernand L\u00e9ger und Henri Laurens erstmals in einem fruchtbaren und vielschichtigen Dialog. Kurator der Ausstellung ist Jean-Louis Prat, ehemaliger Direktor der Fondation Maeght, der f\u00fcr das Museum Frieder Burda in Baden-Baden bereits die Ausstellungen \u201eChagall in neuem Licht\u201c (2006) und \u201eDie Skulpturen der Maler\u201c (2008) sowie die Retrospektive \u201eMir\u00f3 \u2013 Die Farben der Poesie\u201c (2010) kuratierte. <\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden zeigt vom 23. Juni bis zum 4. November 2012 eine Ausstellung von Fernand L\u00e9ger (1881 Argentan \u2013 1955 Gif-sur-Yvette) und Henri Laurens (1885 Paris \u2013 1954 Paris), deren Werke die Kunst in der ersten H\u00e4lfte des 20. Jahrhunderts entscheidend gepr\u00e4gt haben. 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