GREGORY CREWDSON – ISA GENZKEN – CHRIS JORDAN

THE VOID

9. 2. — 23. 3. 2019

Düstere Straßen und einsam stehende Häuser, kaum ein Mensch unterwegs. Die im wahrsten Sinne des Wortes „un-heim-lichen“ Bilder des amerikanischen Fotografen Gregory Crewdson(geb. 1962) aus der Serie „Beneath the Roses“ könnten einem alten Hitchcock-Film in bester Hollywood-Manier entnommen sein. Wie in diesen werden die Orte und Szenen zu Spiegeln der Seele –und einer bedrückend empfundenen Leere des Daseins. Das Haus als Behausung der suchenden, einsamen Seele, geheimnisvoll und beklemmend: Crewdson inszeniert seine großformatigen Bilder mit höchstem cineastischem Aufwand und lässt die Abgründe hinter den alltäglichen Fassaden, ihren zart leuchtenden Fenstern, verhalten durchschimmern. Was geschieht wohl im Inneren der Häuser, werden hier die allseits bekannten Leichen produziert, die immer und überall im Keller schlummern? Crewdsons Vater war Psychotherapeut, die Dinge, die den Menschen umgeben, als Ausdruck des Inneren zu lesen, in die Tiefen der Seele einzutauchen und die Prozesse des Unterbewussten sichtbar zu machen, war dem Künstler schon früh vertraut. Jenseits der versöhnlichen Oberflächen funktionieren seine Bilder daher als perfekt inszenierte Metaphern für Ängste und Sehnsüchte.