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Neo Rauch, Ausschüttung, 2009








Arnulf Rainer, Ohne Titel, 1988

40|10. Bilderwechsel

8. November 2014 - 15. Februar 2015

 

Das Museum Frieder Burda in Baden-Baden feiert 2014 das 10-jährige Bestehen des Museums und präsentiert aus diesem Anlass Highlights der seit 40 Jahren stetig wachsenden Sammlung Frieder Burda. Nach der großen Sommerausstellung "40|10" zeigt nun eine weitere Ausstellung die Sammlung Frieder Burda. Diese umfasst rund 1.000 Werke der Klassischen Moderne sowie der zeitgenössischen Kunst und dokumentiert somit eindrücklich die Kunstströmungen der vergangenen hundert Jahre.

 

Die Ausstellung "Bilderwechsel" zeigt neben einer Reihe jüngerer Positionen, wie Karin Kneffel, Neo Rauch, Corinne Wasmuht, Markus Oehlen, Axel Hütte oder Marc Desgrandchamps, auch die großen Klassiker Gerhard Richter, Pablo Picasso und Max Beckmann. Gemälde und Fotografien, aber auch Skulpturen und eine Videoarbeit von Bill Viola treten in zahlreichen Gegenüberstellungen in einen spannenden Dialog. Dem Besucher werden formale und inhaltliche Bezüge zwischen den Kunstwerken verdeutlicht.

 

In vielfältiger, stets individueller Weise entwickeln Künstler verschiedener Generationen und mit unterschiedlichen Werdegängen immer wieder neue, überraschende Bildwelten. Formen, Farben, Volumen und Körper, mal gegenständlich, mal abstrakt, finden in der Ganzheit der Bildkomposition zu begeisternden Bildlösungen. Die Künstler reflektieren dabei präzise und scharfsinnig Wirkweisen und Absichten von Bildern, sie konstruieren oder dekonstruieren, verfremden, entrücken oder stilisieren neue Bildrealitäten. Dass die Malerei nach wie vor ein adäquates und zeitgemäßes Ausdrucksmittel ist, davon zeugt diese Ausstellung. Die von Helmut Friedel kuratierte Präsentation setzt dabei stark auf die suggestive Kraft der Bilder.

Arnulf Rainer

28. Februar 2015 - 3. Mai 2015

 

Seine in den 1950er Jahren entwickelten Überarbeitungen machten den 1929 in Baden bei Wien geborenen Künstler Arnulf Rainer weltweit bekannt. In Kooperation mit der Albertina in Wien würdigt das Museum Frieder Burda den international renommierten Künstler anlässlich seines 85. Geburtstages mit einer umfassenden Retrospektive, in der wesentliche Stationen seines komplexen Schaffens mit Schlüsselwerken präsentiert werden. Rainers intensive Suche nach neuen künstlerischen Wegen wie auch seine faszinierenden Strategien und seine experimentelle Vorgehensweise machen ihn zu einem der einflussreichsten lebenden Künstler der Gegenwart.


Neben Werken aus dem umfangreichen Konvolut des Künstlers in der Sammlung Frieder Burda umfasst die Ausstellung Werke, die von internationalen Museen und privaten Leihgebern zur Verfügung
gestellt werden. Der Bogen spannt sich vom Frühwerk mit den Zentralgestaltungen, Übermalungen und Kruzifikationen über die Selbstdarstellungen der Face Farces und Body Poses und deren Überarbeitungen bis hin zu den Totenmasken und Schleierbildern. Zudem werden jüngst entstandene Werke präsentiert.

 

zeitgleich
Georg Baselitz. Werke aus der Sammlung Frieder Burda.

 

Freundschaftlicher Respekt vor der malerischen Leistung verbindet Arnulf Rainer mit Georg Baselitz. Es handelt sich dabei um eine sehr unterschiedliche Befassung mit dem Bild. Daher erscheint es sinnvoll, parallel zur großen Retrospektive von Arnulf Rainer Werke von Georg Baselitz aus der eigenen Sammlung zu präsentieren und die Arbeiten der beiden Künstler gegenüber zu stellen. Baselitz, einer der ganz großen Maler unserer Zeit, ist als ein Hauptkünstler in der Sammlung Frieder Burda mit dreizehn Gemälden und zwei Skulpturen vertreten, die die Werkentwicklung seit 1963 klar aufzeigen können. Das Beibehalten des Abbildes in der Malerei steigert Baselitz durch die Wendung des Bildes um 180 Grad. Die Wahrnehmung wird vom Abbild abgelenkt und verstärkt auf die Darstellungs- und Malweise gerichtet. Nicht so sehr was gezeigt wird, sondern vielmehr wie der Künstler sich im Medium der Malerei auszudrücken versteht, macht die Gemälde von Baselitz zu besonderen Seherfahrungen.