Von Mougins nach Baden-Baden. Der späte Picasso






24. September 2005 - 19. Februar 2006
![]() Von Mougins nach Baden-Baden. Der späte Picasso |
BADEN-BADEN
Rund dreißig Gemälde und sechs Skulpturen aus dem Zeitraum von 1961 bis 1973 geben einen umfassenden Einblick in die letzten zwölf Lebensjahre eines der einflussreichsten Künstler des 20. Jahrhunderts.
Um acht Werke aus der Sammlung Frieder Burda gruppieren sich bedeutende Leihgaben von Museen und Sammlern aus dem In- und Ausland.
| Alle Werke sind in Mougins entstanden, wo der Achtzigjährige 1961 das Landhaus Notre-Dame-de-Vie erwarb. Die Konzentration Frieder Burdas auf diese Phase im Werk Picassos steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem südfranzösischen Ort oberhalb von Cannes, wo der Sammler häufig seine Ferien verbringt.
Picassos Jahre in Mougins sind von einer ungemeinen Produktivität geprägt. „J’aime que ça continue“ – die große Zahl der in dieser Zeit entstandenen Gemälde, Zeichnungen und Grafiken untermauern den Ausspruch Picassos, lieber eine Sache zu beginnen, als sie zu beenden. Ihnen allen ist ein Thema gemeinsam: das der Selbstbefragung. Eine Art von Inquisition des Alters hebt an, die sich ohne jede Peinlichkeit, jedoch schonungslos ins Licht setzt. In der Betrachtung des Greises studiert er seine Grimassen und ihre lächerlichen, verzerrten, auch melancholischen Posen.
Auch formal überrascht das Spätwerk. Die Arbeiten bestechen durch eine große Freiheit in den künstlerischen Darstellungsmitteln. Im lichtdurchfluteten Bau von Richard Meier treten diese Qualitäten deutlich hervor. Die im Lichte der Côte d’Azur entstandenen Bilder leuchten nun auch in Baden-Baden.
Der rund 80 Seiten starke Ausstellungskatalog enthält Texte von Klaus Gallwitz und Heiner Bastian. |
Pressekontakt
Horst Koppelstätter
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