Richtfest für den Neubau Sammlung Frieder Burda
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Baden-Baden. Nach rund zwölfmonatiger Bauzeit wird am Neubau Sammlung Frieder Burda Richtfest gefeiert. Das vom New Yorker Architekten Richard Meier geplante Gebäude soll im Herbst 2004 eröffnet werden.
Die Bauarbeiten befinden sich im Zeitplan. Anfang Oktober 2003 sind die Rohbau- und Stahlbauarbeiten fertiggestellt. Bis Ende des Jahres 2003 werden das Dach und die Fassade geschlossen sein. Die Ausbauarbeiten sollen im Januar 2004 beginnen. Die Ausstellungsfläche des Neubaus Sammlung Frieder Burda umfasst 1000 Quadratmeter. Der Kostenrahmen für das Gesamtprojekt in Höhe von 15 Millionen Euro wird weitgehend eingehalten. Der Neubau wird von der Stiftung Frieder Burda bezahlt. Öffentliche Mittel kommen nicht zum Einsatz.
Seit dem Baubeginn am 26. September 2002 wurden über 16.000 Kubikmeter Erdaushub bewegt. Für das künftige Haus der Sammlung Frieder Burda mussten bislang 4.100 Kubikmeter Beton verbaut werden, davon große Mengen wasserundurchlässiger Beton. Mehr als 700 Tonnen Bewehrungsstahl und 45 Tonnen Stahleinbauteile sind verarbeitet.
Fassade mit weißen Aluminiumplatten
In den kommenden Monaten steht der Bau der Fassade im Mittelpunkt. Es werden drei konstruktive Elemente umgesetzt: Vorgehängte Leichtmetallfassade, Glasfassade und Schildkonstruktion. Es wird eine mehrschichtige wärmegedämmte Leichtmetallfassade gebaut, an der dann im nächsten Frühjahr die für Richard Meier typischen weißen pulverbeschichteten Aluminiumplatten eingehängt werden. Die einzelnen (fünf Millimeter starken) Platten haben das Format 75 auf 120 Zentimeter. Bei der Farbe (mit der exakten Bezeichnung RAL 9010) handelt es sich um ein gebrochenes Weiß.
Die Schildkonstruktionen (vorgehängte Wandscheiben) an der Süd- und Ostfassade erfolgen über Stahlrohr-Rahmenskelette, die ebenfalls mit weißen Aluminiumplatten (75x 120 Zentimeter) verkleidet werden.
Die Glasfassade besteht aus einer Primärkonstruktion aus Flachstählen. Davor wird eine pulverbeschichtete Metall-Konstruktion gehängt. Die Fassadenprofile sind ebenfalls weiß beschichtet. Das weiße Spezialglas ist mit einem speziellen Sonnenschutz ausgestattet. Die Glasfassaden erhalten außerdem einen elektrisch betriebenen innenliegenden textilen Sonnenschutz.
Dieser ist mit der Lichtsteuerung des Gebäudes verbunden. An der Südfassade wird zusätzlich ein feststehender äußerer Sonnenschutz mit geneigten Glaslamellen angebracht. Neben den Materialien Glas und Leichtmetall werden der künftige Vorplatz und Eingangbereich von schwarzem Schiefer geprägt.
24 Tonnen Stahl für Verbindungsbrücke
Die Verbindungsbrücke (eine Stahl- Glaskonstruktion) zwischen dem Neubau Sammlung Frieder Burda und der Staatlichen Kunsthalle soll ab Mitte November montiert werden. Die von großen Glasflächen bestimmte Verbindung besteht aus einem Stahlskelett (24 Tonnen Stahl). Die Brücke erhält ebenso wie der Neubau pulverbeschichtete weiße Aluminiumprofile.
Anpflanzung wertvoller Bäume
Im November und Dezember 2003 beginnt die Wiederbepflanzung der Lichtentaler Allee. Der Grüngürtel zwischen dem Neubau und der Friedrichstraße und im Bereich der Lindenstaffel wird wiederhergestellt. Zahlreiche wertvolle Bäume werden gepflanzt. Diese Bäume sind teilweise fünf Meter und höher und sind bereits zehn Jahre und älter. Sie werden von einer Spezialbaumschule aus Norddeutschland mit Tiefladern nach Baden-Baden gebracht. Es werden mehr und größere Bäume gepflanzt als dies im Begrünungsplan vorgeschrieben ist. Dazu kommen tausende von kleineren Sträuchern und Pflanzen.
Überwiegend heimische Baufirmen
Am Bauwerk an der Lichtentaler Allee sind überwiegend heimische Firmen aus der Region und Baden-Württemberg beteiligt. Beispielsweise die Firma Keller aus Baden-Baden für den Spezialtiefbau (Oktober 2002 bis März 2003), die Arbeitsgemeinschaft Fischer/Füssler aus Offenburg/Karlsruhe für die Wärmedämm- und Betonarbeiten (März bis April 2003), sowie die Rohbauarbeiten (von April 2003 bis November2003) und die Stahlbauarbeiten zusammen mit Stahlbau Bühler aus Altensteig.
Die Firma Deutsche Asphalt aus Freiburg/Karlsruhe übernimmt die Wärmedämm-, sowie die Dachabdichtungsarbeiten (März 2003 und Oktober 2003). Die Fassade und die Glasarbeiten werden von der Firma Dobler aus München/Deggendorf ab Oktober 2003 realisiert. Für Heizung, Lüftung, Sanitär, Strom und Fernmeldetechnik sind die Firmen GA-tec aus Baden-Baden und Veith aus Bühl beauftragt.
Für die örtliche Bauleitung ist das Baden-Badener Architekturbüro Peter W. Kruse verantwortlich.
Baden-Baden, Oktober 2003



