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Franz Marc: Blaues Pferd I

Franz Marc: Blaues Pferd I

1911

Öl auf Leinwand

112 x 84,5cm

 

© Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung im Museum Frieder Burda, Baden-Baden


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August Macke: Hutladen

August Macke: Hutladen

1913

Öl auf Leinwand

54,5 x 44 cm

 

© Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung im Museum Frieder Burda, Baden-Baden


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Wassily Kandinsky: Orientalisches

Wassily Kandinsky: Orientalisches

1909

Öl auf Pappe

69,5 x 96,5 cm

 

© Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung im Museum Frieder Burda, Baden-Baden


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Gabriele Münter: Jawlensky und Werefkin

Gabriele Münter: Jawlensky und Werefkin

1908 / 1909

Öl auf Pappe

32,7 x 44,5 cm

 

© Städtische Galerie im Lenbachhaus, München

Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung im Museum Frieder Burda, Baden-Baden


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Weltberühmte Bilder des Blauen Reiter zu Gast im Museum Frieder Burda


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Rund 80 Hauptwerke aus München bei großer Sommerausstellung in Baden-Baden

 

Baden-Baden. Der Blaue Reiter kommt nach Baden-Baden. Das Museum Frieder Burda präsentiert in seiner großen Sommerausstellung rund 80 herausragende Werke aus der berühmten Sammlung des Lenbachhauses in München. Vom 27. Juni bis zum 8. November 2009 sind unter anderem Bilder wie Franz Marcs „Blaues Pferd I“ von 1911, Alexej von Jawlenskys „Meditation“ von 1918, Gabriele Münters „Jawlensky und  Werefkin“ von 1909 oder August Mackes „Promenade“ von 1913 zu sehen. „Es ist die umfangreichste Leihgabe von Werken des Blauen Reiter, die wir je gemacht haben“, betont der Direktor des Lenbachhauses, Helmut Friedel.

 

Langjährige Kontakte zwischen Baden-Baden und München

 

Möglich geworden ist diese Ausstellung durch einen langjährigen engen Kontakt zwischen dem Baden-Badener Kunstsammler Frieder Burda und der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München. Frieder Burda hatte über viele Jahre eine Reihe seiner wichtigsten Gemälde – unter anderem von Gerhard Richter – an das Lenbachhaus ausgeliehen. Da das Lenbachhaus nun drei Jahre wegen Umbaus geschlossen wird, schickt Lenbachhaus-Direktor Helmut Friedel die weltberühmten Bilder nach Baden-Baden. Es ist die einzige Station in Deutschland während der Umbauphase.

 

Helmut Friedel, der die Ausstellung im Museum Frieder Burda kuratiert: „In dem in die Natur eingebetteten und sich wiederholt öffnenden Bau des Museums Frieder Burda finden die Werke des Blauen Reiter ein Ambiente, das den zumeist vor der Natur gemalten Werken wunderbar entgegen kommt.“ Die Baden-Badener Ausstellung sei alles andere als ein simpler Transfer der Bilder von einem Ort an einen anderen. Das Konzept für Baden-Baden sei das Ergebnis einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema Freundschaft und der Begegnung der Künstler untereinander. Aus diesem Grund sei auch erstmals das Gemälde „Bildnis des Tänzers Alexander Sacharoff“ von Alexej von Jawlensky ausgeliehen worden, obwohl es außerordentlich fragil sei und zu keiner weiteren Ausstellung reisen würde, betont Friedel.  Auch das „Blaue Pferd“ von Franz Marc stehe nicht mehr für Ausleihen zu Verfügung, werde jetzt aber in Baden-Baden als eines der grandiosen Bilder aus dem Kernbestand der Sammlung im Lenbachhaus gezeigt.

 

In der Ausstellung sind viele Porträts zu sehen, welche die Künstler voneinander malten. Sie zeigen die Künstler in verschiedenen Lebenssituationen und vermitteln einen Eindruck der persönlichen Beziehungen untereinander. So können Besucher die Künstler nicht nur als Maler sondern auch als Privatmenschen kennen lernen.

 

Verstärkt wird dieser Eindruck durch 64 Fotografien von Gabriele Münter, die in die Ausstellung integriert werden. Bilder beispielsweise von Murnau und aus dem Privatleben von Mitgliedern des „Blauen Reiter“. Sie zeigen ebenfalls die Beziehungen und Freundschaften der Künstler untereinander, sind aber auch selbst von künstlerischem Wert. Von keiner anderen Künstlervereinigung existiert eine solch detaillierte fotografische Dokumentation. Ein unschätzbares Zeugnis der Geschichte und Entwicklung des „Blauen Reiter“. Auch in Gabriele Münters Zusammenleben mit dem berühmten Maler Wassily Kandinsky von 1902 bis 1914 spielte die Fotografie eine erhebliche Rolle.

 

Helmut Friedel stellt die intensive Kooperation zwischen der Städtischen Galerie im Lenbachhaus und dem Museum Frieder Burda in Baden-Baden heraus. Friedel: „Wir gehen davon aus, dass zwischen beiden Häusern auch in Zukunft auf Dauer eine sehr enge Zusammenarbeit bestehen wird.“

 

Frieder Burda: „Das Lenbachhaus besitzt die weltweit umfangreichste und qualitätvollste Sammlung der Kunst des Blauen Reiter. Für Baden-Baden wird es großartig, diese Schätze in der Architektur von Richard Meier zu zeigen. Für mich erfüllt sich damit ein lange gehegter Wunsch.“

 

Weltweit wichtigste Sammlung Blauer Reiter

 

Entstanden ist diese wichtige Sammlung durch ein Geschenk: Zu ihrem 80. Geburtstag übergab Gabriele Münter dem Lenbachhaus in München ihre eigenen Werke, sowie die Kandinskys und anderer Künstler des Blauen Reiter.

 

Der Blaue Reiter war neben der Dresdner Brücke die bedeutendste Künstlermanifestation des 20. Jahrhunderts in Deutschland. Er ging 1911 mit einer spektakulären Ausstellung in der Münchner Galerie Thannhauser aus der Neuen Künstlervereinigung München hervor. Zu den wichtigsten Vertretern dieser Gruppierung zählen neben Wassily Kandinsky und Franz Marc, August Macke, Gabriele Münter, sowie Alexej von Jawlensky und Paul Klee. Das künstlerische Gerüst dieser Vereinigung wurde im Jahr 1911 in dem von Kandisky und Marc herausgegebenen Almanach „Der Blaue Reiter“ beschrieben: „Ohne eine stilistische Festlegung werden die unterschiedlichen Formen der Kreativität aufgenommen, von den jüngsten Werken der internationalen Avantgarde bis zu Beispielen der Kunst der Ethnien, der Volkskunst, den Zeichnungen der Kinder, den Werken von Amateuren usw. Auch die neue Musik spielt dabei eine zentrale Rolle.“

 

Kandinsky umreißt das Spektrum künstlerischer Ausdrucksmöglichkeiten von der „großen Realistik“ bis zur „großen Abstraktion“. Dementsprechend finden sich in den Werken des Blauen Reiter recht unterschiedliche formale Ausdrucksmöglichkeiten. Kandinsky selbst hat in seiner Münchner Zeit bis 1914 den Weg in die Abstraktion beschritten. In keiner Sammlung lässt sich dieser Weg von den Studien der Natur bis hin zum gegenständlichen Bereich besser nachvollziehen als in der des Lenbachhauses.

 

Als Gegenpol wirkt dazu Franz Marc, dessen Bilder eine Versöhnung mit der Natur in der Kreatur suchen. Helmut Friedel: „Marcs Tierbilder emanzipieren sich um 1910 zu Farbereignissen, die den Gegenstand der Darstellung übersteigen. Jeder der anderen Künstler Gabriele Münter, August Macke, Alexej von Jawlensky und Paul Klee findet seinen eigenen Ausdruck in der Malerei. Insgesamt überwiegen bei diesen Künstlern Darstellungen von Landschaften in ihrer expressionistischen Ausdrucksweise.“

 

Es erscheint ein Katalog, herausgegeben von Helmut Friedel. Texte von Annegret Hoberg und Matthias Mühling, Vorworte von Frieder Burda und Helmut Friedel,

224 Seiten mit Abbildungen.

 

Baden-Baden, August 2009

 

Info:

„Der Blaue Reiter“

27. Juni 2009 bis 8. November 2009

 

Pressekontakt:

Horst Koppelstätter und Ute Bauermeister
Koppelstätter Kommunikation
Friedrichstr. 2, 76530 Baden-Baden
Tel: 07221/97372-0
Fax: 07221/97372-22
museum@koppelstaetter-kommunikation.de

Das Lenbachhaus in München

Das Lenbachhaus wird nach Plänen der Architekten Foster + Partners saniert und erweitert und deshalb ab März 2009 für drei Jahre geschlossen sein. Die Wiedereröffnung ist für 2012 geplant.

Das Lenbachhaus wurde nach Plänen des Architekten Gabriel von Seidl als toskanische Villa im Renaissance-Stil für den Münchner Malerfürsten Franz von Lenbach erbaut. Durch eine äußerst bedeutende Schenkung Gabriele Münters 1957 und eine Stiftung aus dem Nachlass Bernhard Koehlers 1965 erhielt die Galerie ihre einzigartige Sammlung des Blauen Reiter, mit Werken von Paul Klee, Franz Marc, August Macke, Wassily Kandinsky und Gabriele Münter. Vertreten sind auch Gemälde des 18. und 19. Jahrhunderts der Münchner Schule, des Jugendstils und der Neuen Sachlichkeit.

Seit den siebziger Jahren präsentiert das Museum wesentliche Tendenzen und Künstler des internationalen zeitgenössischen Kunstgeschehens und sammelt aktuelle Kunst. Mit dem Erwerb von Joseph Beuys’ „zeige deine Wunde“ (1974—75) im Jahr 1980 begann eine neue Sammlungstätigkeit. Sie konzentriert sich auf Werke und Werkgruppen, welche die moderne Kunstentwicklung repräsentieren. Vertreten sind unter anderem Gerhard Richter, Anselm Kiefer, Andy Warhol, Dan Flavin, Richard Serra, Ellsworth Kelly, Jenny Holzer, James Turrell, Jeff Wall, Katharina Sieverding, Christian Boltanski, Michelangelo Pistoletto, Franz Gertsch und Arnulf Rainer.