Max Beckmann. Bilder aus Baden-Baden




23. Oktober 2004 - 20. Februar 2005
![]() Max Beckmann in Baden-Baden Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen |
BADEN-BADEN
Zwei Werke von Max Beckmann aus der Sammlung Frieder Burda geben den Anstoß zur ersten Ausstellung der Gemälde und Zeichnungen, die auf Beckmanns mehrfache Aufenthalte in Baden-Baden zurückgehen und Motive aus der Stadt und ihrer Umgebung verwenden.
Schon 1923 entstand auf dem Höhepunkt der Inflation die drangvolle Gesellschaftsszene Tanz in Baden-Baden (Pinakothek der Moderne, München).
Kern der Ausstellung sind zehn Gemälde und über zwanzig Zeichnungen und Skizzen, die auf Max Beckmanns Aufenthalte in Baden-Baden zwischen 1935 und 1937 und seine von dort aus unternommenen Spaziergänge zurückzuführen sind.
| Damals hielt sich der Maler jeweils für mehrere Wochen im renommierten Sanatorium Dr. Dengler auf, um seine angegriffenen Gesundheit zu stabilisieren. Er hatte sein Lehramt an der Frankfurter Städelschule mit dem Machtantritt der Nationalsozialisten verloren und lebte zurückgezogen in Berlin. Kurze Zeit nach seinem letzten Besuch in Baden-Baden emigrierte er mit seiner Frau nach Amsterdam. Vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund und Beckmanns kritischer Lebenssituation erscheinen die Bildmotive aus der Kurstadt in einem neuen Licht.
Flankiert werden die Motive aus Baden-Baden von Gemälden, Skulpturen und Zeichnungen aus den dreißiger Jahren: Schlüsselbilder, in denen sich die zentralen Themen Beckmanns, die ihn in jener Zeit beschäftigen, dramatisch verdichten. Leitmotivisch stehen dafür Werke wie Zirkuswagen (Städel, Frankfurt), Traum von Monte Carlo (Staatsgalerie Stuttgart) und Doppelbildnis Max und Quappi Beckmann (Stedelijk Museum, Amsterdam).
Mit ihren 20 Gemälden, zwei Skulpturen und etwa 30 Zeichnungen konzentriert sich die Ausstellung auf den Lebensabschnitt Beckmanns, in dem sich ein markantes Spätwerk ausbildet. Der Ausstellungskatalog, ca. 150 Seiten, mit Abbildungen aller ausgestellten Werke enthält neben zahlreichen Essays auch die Briefe, die Beckmann aus Baden-Baden an seine Frau schrieb.
Die Ausstellung ist anschließend vom 30.9. bis 4.12.2005 im Museum für Neue Kunst, Freiburg zu sehen. |
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Horst Koppelstätter
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