Kinderkunstwerkstatt der Stiftung Frieder Burda als einer der "365 Orte der Ideen" ausgezeichnet












Jury: "In der Kinderkunstwerkstatt Baden-Baden öffnen sich die Türen zur Zukunft"
Baden-Baden. Die Kinderkunstwerkstatt der Stiftung Frieder Burda in Baden-Baden ist als einer der "365 Orte der Ideen" ausgezeichnet worden. "Deutschland - Land der Ideen" ist eine gemeinsame und überparteiliche Standortinitiative von Bundesregierung und deutscher Wirtschaft, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Die Schirmherrschaft hat Bundespräsident Horst Köhler übernommen.
Anlass der Kampagne war die Fußball-Weltmeisterschaft 2006. Deutschland nutzte die nationale und internationale Aufmerksamkeit, um sich den Besuchern und Zuschauern als weltoffenes, sympathisches und zukunftsfühiges Land zu präsentieren. Kooperationspartner aus Wissenschaft, Politik, Kultur und Gesellschaft - unter ihnen das Auswärtige Amt, das Goethe-Institut, die Bundesagentur Invest in Germany und Bundesländer wie Brandenburg und Baden-Württemberg - beteiligen sich.
Am 7. Oktober 2007 steht die Kinderkunstwerkstatt in Baden-Baden im Mittelpunkt der Aktion. Die Jury: "Die Kinderkunstwerkstatt der Stiftung Frieder Burda ist ein Ort, an dem Kinder Kultur nicht nur betrachten, sondern erleben und selbst gestalten können. Hier werden schöpferische Potenziale entdeckt und entwickelt. Die Kinderkunstwerkstatt verbindet Ideenreichtum, pädagogisches Engagement und Herz - für eine kreative Zukunft in unserem Land".
Die Kinderkunstwerkstatt der Stiftung Frieder Burda hatte sich im Wettbewerb "365 Orte im Land der Ideen" durchgesetzt. Eine unabhängige Jury hatte die Gewinner aus über 1.500 bundesweiten Bewerbern ausgewählt. An jedem Tag des Jahres 2007 ist jeweils einer dieser Orte offiziell ausgezeichnet und präsentiert sich mit einer Veranstaltung der Öffentlichkeit. Für besonders hohe Aufmerksamkeit hatte im In- und Ausland eine großformatige Plakatserie mit dem Top-Model Claudia Schiffer in London, Tokio und New York gesorgt, mit der Deutschland als "Land der Ideen" beworben wird.
Zu den ausgezeichneten Orten in Deutschland zählen 2007 auch die documenta in Kassel, das Deutsche Schauspielhaus in Hamburg oder die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig. Das Stiftungsprojekt ist einer von insgesamt 52 Preisträgern aus Baden-Württemberg. Jeder "Ausgewählte Ort 2007" präsentiert sich an einem Tag des Jahres mit einer eigenen Veranstaltung. Die Kinderkunstwerkstatt feiert das Ereignis am 7. Oktober. Die offizielle Übergabe von Preis und Urkunde erfolgt bei einem Festakt um 11 Uhr im Museum Frieder Burda. Ab 12 Uhr beginnt der Tag der offenen Tür mit Blick hinter die Kulissen in den Räumen der Kinderkunstwerkstatt in der Lichtentaler Straße 64. In einer Ausstellung werden die besten Arbeiten der Kinder gezeigt. Jeweils zur vollen Stunde um 13, 14, 15 und
16 Uhr: Mitmachaktion "Kinder drucken wie der Pop-Art-Künstler Andy Warhol". Der Eintritt bei der Kinderkunstwerkstatt ist frei. Für Erfrischungen und Brezeln ist gesorgt.
Die Kinderkunstwerkstatt Baden-Baden wurde im Jahr 2003 auf Initiative von Frieder Burda gegründet und ist inzwischen ein wichtiges Standbein der Stiftung Frieder Burda geworden. Angesprochen sind Kinder im Alter zwischen drei und zwölf Jahren. Geleitet wird die Institution von Margret Runge, die das Projekt von Anfang an begleitet und aufgebaut hat. Margret Runge. "Wir orientieren uns an kindlichen Lerngewohnheiten wie Nachahmung, Neugier, Entdeckergeist und Benutzen aller Sinne." Spielerisches Lernen wirke passivem Verhalten entgegen, fördere das Selbstbewußtsein, die Phantasie und die Kommunikationsfähigkeit.
Für Frieder Burda ist das spielerische Heranführen von Kindern an die Kunst ein ausgesprochen wichtiges Anliegen. Frieder Burda: "Ich will hier in Baden-Baden ein Zentrum für die Kunst aufbauen und dazu gehört auch die Kinderkunstwerkstatt. Für mich waren Kinder und junge Familien schon immer von großer Bedeutung, ich will dieses Engagement nun noch weiter ausbauen." Die Kurse der Kinderkunstwerkstatt sind eng mit dem Ausstellungsprogramm im neuen Museum Sammlung Frieder Burda verzahnt.
Für die Schulkinder wird das Museum verstärkt ein Kultur- und Bildungsort. Museumspädagogische Angebote wie Bildgesprüche und Spiele vor Originalen gehören ebenso zum Programm wie eine spätere praktische Vertiefung in der Kinderkunstwerkstatt. Die Kinder können dort experimentieren, es wird beispielsweise mit nasser Farbe gemalt oder gespachtelt. Die Kinder lernen auch Techniken wie Zeichnen, Drucken, Collagieren, arbeiten an Skulpturen oder stellen Requisiten her. So lassen sich Entstehungsprozesse und der Aufbau von Bildern und Installationen nachvollziehen.
Die Stiftung Frieder Burda hat rund 20 engagierte Frauen zur ehrenamtlichen Mitarbeit in der Kinderkunstwerkstatt gewonnen. Als Grundlage für eine qualitätsvolle museumspädagogische Arbeit wird für alle Mitarbeiter eine kontinuierliche Weiterbildung gewährleistet. Die Kinderkunstwerkstatt steht auch dazu in engem Kontakt mit zahlreichen Museen.
25.9.2007

