Fünf Jahre nach der Eröffnung: eine Million Besucher im Museum Frieder Burda in Baden-Baden
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Baden-Baden. Fünf Jahre nach seiner Eröffnung am 22. Oktober 2004 hat das Museum Frieder Burda in Baden-Baden am 28. Oktober 2009 die Schwelle von einer Million Besuchern überschritten. Kunstsammler Frieder Burda (73) zeigt sich erfreut: „Das ist ein Erfolg, mit dem wir in dieser Dimension nie gerechnet hätten. Wir haben uns eine hohe Reputation erarbeitet, obwohl wir ein kleines Museum in einer kleinen Stadt sind.“ Als Hauptgründe für den Erfolg sieht Frieder Burda das Ausstellungsprogramm, die Qualität seiner Kunstsammlung sowie die Architektur von Richard Meier. Der New Yorker Stararchitekt Richard Meier habe an der Lichtentaler Allee ein „Meisterwerk“ geschaffen. Das Gebäude sei heute noch hochmodern, qualitativ hochwertig und genauso attraktiv wie am ersten Tag.
Die Reihe der Ausstellungen in den vergangenen fünf Jahren reicht von Max Beckmann, über den „späten Picasso“, die „Künstler der Kaiser“ und die „Skulpturen der Maler“ bis zu Sigmar Polke, Gerhard Richter und die Bilder von jungen Malern. Viele dieser Ausstellungen erwiesen sich als Besuchermagnete. Allein zur Chagall-Schau kamen vor zwei Jahren 195.000 Kunstinteressierte.
Rund 20 Prozent der Museums-Besucher kommen aus Frankreich. Damit sind die Franzosen die stärkste ausländische Besuchergruppe. Viele Kunstfreunde reisen auch aus der Schweiz, den Niederlanden, Luxemburg und Belgien, sowie Italien und Spanien nach Baden-Baden.
Regelmäßig präsentiert Frieder Burda die Schwerpunkte seiner eigenen Kunstsammlung. Sie hat ihre Wurzeln im Expressionismus und umfasst heute rund 1000 Gemälde, Skulpturen und Arbeiten auf Papier. Schwerpunkte sind die klassische Moderne und die zeitgenössische Kunst. In jüngster Zeit widmet sich Frieder Burda verstärkt Künstlern der jungen Generation, insbesondere Neo Rauch, einem Vertreter der „Leipziger Schule“.
Noch bis zum 8. November sind die Meisterwerke des Blauen Reiter im Museum zu sehen. Rund 160.000 Kunstinteressierte aus aller Welt haben diese Ausstellung bereits besucht. Gezeigt werden 80 herausragende Bilder aus der berühmten Sammlung des Lenbachhauses in München. Es ist die umfangreichste Leihgabe von Werken des Blauen Reiter, die das Lenbachhaus je gemacht hat. Baden-Baden ist während der dreijährigen Umbauphase des Lenbachhauses in München die einzige Station für den „Blauen Reiter“ in Deutschland.
Vom 21. November 2009 bis zum 14. März 2010 ist in Baden-Baden die große „Baselitz-Retrospektive“ zu sehen. Einen umfassenden Einblick in das Schaffen von Georg Baselitz gibt die Ausstellung „Baselitz. Eine Retrospektive“ im Museum Frieder Burda und in der Staatlichen Kunsthalle Baden-Baden vom 21. November 2009 bis zum 14. März 2010. Die große Werkschau an zwei benachbarten Schauplätzen zeigt im Museum Frieder Burda „50 Jahre Malerei“ und in der Staatlichen Kunsthalle „30 Jahre Skulptur“ von Georg Baselitz. Insgesamt umfasst die Ausstellung rund 140 Kunstwerke. Kuratieren wird Georg Baselitz selbst zusammen mit Götz Adriani (Museum Frieder Burda) und Karola Kraus (Staatliche Kunsthalle Baden-Baden).
Baden-Baden, Oktober 2009
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