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Anselm Kiefer
Der fruchtbare Halbmond
2009
Öl und Emulsion auf Leinwand
460 x 760 cm
© Anselm Kiefer, 2011
Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V.
Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung
im Museum Frieder Burda in Baden-Baden


Anselm Kiefer
Shebirat Ha Kelim
1990
Blei, Glas, Kleid, Asche und Frauenhaar auf Holz
380 x 250 x 35 cm
© Anselm Kiefer, 2011
Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V.
Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung
im Museum Frieder Burda in Baden-Baden


Anselm Kiefer
Lilith
1987-1990
Öl, Emulsion, Schellack, Blei, Asche, Mohn, Haar und Ton auf Leinwand
380 x 560 cm
© Anselm Kiefer, 2011
Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V.
Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung
im Museum Frieder Burda in Baden-Baden


Anselm Kiefer
Essence
2011
Öl, Emulsion, Acryl, Schellack, Waage mit Salz und Farbresten auf Leinwand
3 Teile à 280 x 190cm, insgesamt 280 x 570 cm
© Anselm Kiefer, 2011
Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V.
Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung
im Museum Frieder Burda in Baden-Baden


Anselm Kiefer
Böhmen liegt am Meer
1995
190 x 559 cm
Öl, Acryl, Emulsion, Schellack auf Rupfen
© Anselm Kiefer, 2011
Courtesy Stiftung für Kunst und Kultur e.V.
Abdruck honorarfrei im Rahmen der Ausstellung
im Museum Frieder Burda in Baden-Baden

Anselm Kiefer im Museum Frieder Burda

 

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Baden-Baden. Anselm Kiefer gilt als einer der national wie international wichtigsten Künstler unserer Zeit. Im Museum Frieder Burda sind vom 7. Oktober 2011 bis 5. Februar 2012 ausgewählte Arbeiten Kiefers aus der Sammlung Grothe zu sehen. Kurator Walter Smerling hat 33 großformatige Bilder aus 30 Jahren ausgewählt, mit dem Schwerpunkt auf der 2000er-Dekade. Zum ersten Mal wird die Arbeit „Essence“ aus der aktuellen Serie der Alpenlandschaften öffentlich gezeigt. Aus der Sammlung Frieder Burda ist das Werk „Böhmen liegt am Meer“ (1995) zu sehen.



Im Fokus der Ausstellung steht das monumentale Bild „Der fruchtbare Halbmond“ (460 x 760 cm), eine Arbeit aus dem Jahr 2009. Es verweist auf die Zusammenführung von Abendland und Morgenland und wird ebenfalls erstmals in Deutschland ausgestellt. Kiefer thematisiert hier den Turmbau zu Babel und die Wiege unserer Kultur im fruchtbaren Zweistromland. Der Turmbau hat die Religionen und Sprachen entzweit, aber Kiefer glaubt an das ursprünglich Einende: Die Grundmauern sind nicht mehr nur zerstört, sie sind auch im Aufbau begriffen. Die einstigen Kräfte des fruchtbaren Landes können belebt werden, der Zusammenhalt der unterschiedlichen Kulturen ist möglich.



Seine ersten Kiefer-Bilder erwarb der Sammler Hans Grothe aus reiner Faszination und emotionaler Berührung; denn inhaltlich-rational haben sie sich ihm zunächst nur schwer erschlossen. Die Sammlung enthält Werke aus drei Jahrzehnten, die unverwandt durch ihre einzigartige Materialität, ihre stringente Aussagedichte und ihre auratische Intensität faszinieren, die sich insbesondere in der Gegenüberstellung der Arbeiten vermittelt.



Bei den Werken, die für die Ausstellung ausgewählt wurden, steht nicht die sonst oft als charakteristisch dargestellte Aufarbeitung deutscher Vergangenheit im Mittelpunkt. Kurator Walter Smerling erläutert hierzu: „Vielmehr sind es die christlich-jüdischen, die mythologischen Themen, die dominieren. Auch das oftmals beschriebene Pathos in Kiefers Werken erscheint eigentümlich gebrochen, zurückgenommen und neutralisiert. Die Werke beeindrucken, ohne zu überwältigen, und laden zur analytischen Reflexion ein.“



Von Anfang an bewegt sich Kiefers malerisches Werk zwischen Abstraktion und Figuration. Symbolträchtige Verbindungen entstehen aus Blei, Beton, getrockneten Pflanzen, Glas, Stacheldraht und anderen Materialien. Durch zahlreiche pastose, farbig zurückhaltende Schichten erhält die Bildoberfläche eine reliefartige Struktur und führt damit zu einer fast skulpturalen Plastizität der Bilder.


Anselm Kiefer wurde 1945 in Donaueschingen/Baden-Württemberg geboren. Seine Schulzeit verbrachte er in Rastatt, wo heute in der Städtischen Galerie Fruchthalle eine monumentale Holzschnittinstallation von ihm zu sehen ist. Er studierte Bildende Kunst an den Akademien in Freiburg, Karlsruhe und Düsseldorf. Von 1993 bis 2006 lebte und arbeitete er in Barjac im südfranzösischen Département Gard. Seit 2007 ist Anselm Kiefer in Paris ansässig, wo er 2010 als Professor an das Collège de France berufen wurde. 1999 wurde ihm in Tokio der renommierte Praemium Imperiale verliehen. 2008 erhielt er den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels.
 


Die Ausstellung entstand in enger Kooperation zwischen dem Museum Frieder Burda und der Stiftung für Kunst und Kultur e.V. Bonn. Es erscheint ein Katalog im Wienand Verlag.


Baden-Baden, Oktober 2011


Info:
Anselm Kiefer. Ausgewählte Arbeiten aus der Sammlung Grothe
7. Oktober 2011 bis 5. Februar 2012

Ausblick:
William N. Copley
18. Februar 2012 bis 10. Juni 2012

Die umfassende Retrospektive William N. Copleys (1919-1996) im Museum Frieder Burda präsentiert über 80 Werke des Amerikaners, der als Galerist, Künstler, Schriftsteller und Verleger seit Mitte der 1940er Jahre ein wichtiger Vermittler zwischen den Surrealisten und der Pop Art-Bewegung war. In der Tradition von Dada, Surrealismus und amerikanischer Pop Art setzt sich William N. Copley in seinen Bildern auf ironische Weise mit dem erotischen Spiel zwischen Mann und Frau in all seinen Facetten auseinander. Die meisten der ausgestellten Arbeiten stammen aus dem Nachlass des Künstlers, viele davon werden erstmals öffentlich gezeigt. Auch der umfangreiche Werkkomplex, der sich in der Sammlung Frieder Burda befindet, wird in der Ausstellung präsentiert.
 

 

 

Museum Frieder Burda
Lichtentaler Allee 8b, 76530 Baden-Baden
www.museum-frieder-burda.de
Tel: 07221/39898-0, Fax: 07221/39898-30

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10-18 Uhr,
Montag geschlossen

 

Pressekontakt:

Horst Koppelstätter und Ute Bauermeister

Koppelstätter Kommunikation

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Tel: 07221/97372-0, Fax: 07221/97372-22

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