MATTA. FiktionenMATTA.Fiktionen

19. Januar - 2. Juni 201319.Januar-2.Juni2013

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Die Ausstellung „Matta. Fiktionen“ widmet sich einem in Deutschland bislang wenig bekannten Künstler und schließt damit eine Lücke, denn Roberto Matta gehört international zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts. Der in Chile geborene Maler und Architekt lebte in Europa und den USA. Er war zeitweise Mitglied der Surrealisten, während des Zweiten Weltkriegs kam er im amerikanischen Exil in intensiven Kontakt mit dem Abstrakten Expressionismus. Die Audioführung von Antenna International™ erschließt dem Besucher diesen bedeutenden Künstler, erläutert die politischen oder ästhetischen Hintergründe seiner Gemälde und bietet eine kunsthistorische Einordnung dieses maßgebenden, aber noch wenig bekannten Werkes.

 

Zahlreiche, präzise ausgewählte Künstlerzitate vertiefen die Werkbetrachtung und passend zu den Werken eingesetzte Musik schafft einen lebendigen und auch emotional ansprechenden Zugang zu den Arbeiten dieses Künstlers.

 

Die circa 60-minütige Führung wird auf Deutsch und Französisch angeboten und bietet die Möglichkeit, die Einzelkommentare in beliebiger Reihenfolge abzurufen.

 

Um ein Beispiel zu hören, klicken Sie bitte auf eines der folgenden Bilder:

 

Planen Sie schon jetzt Ihre Anreise zur Ausstellung "EMIL NOLDE. Die Pracht der Farben" ab dem 15. Juni 2013 im Museum Frieder Burda:

 

 

 

Innerhalb von 3 Tagen hin und zurück - bequem und schnell im ICE/EC/IC ab allen Bahnhöfen in Deutschland. Das Ticket erhalten Sie bei gleichzeitigem Kauf einer Eintrittskarte zur Ausstellung in allen DB Reisezentren und DB Agenturen. Preis pro Person ab 39 € (2. Kl.) bzw. ab 59 € (1. Kl.). Die Fahrkarten sind kontingentiert und zuggebunden, sie können bis zu drei Tage vor Antritt der Reise gebucht werden. Kinder zwischen 6 und unter 15 Jahren reisen in Begleitung ihrer Eltern oder Großeltern kostenlos mit. Dazu müssen sie vor Fahrtantritt beim Kauf auf der Fahrkarte eingetragen werden.

 

Informationen unter www.bahn.de/kultur

Matta (1911–2002) zählt zu den bedeutendsten Malern des 20. Jahrhunderts, seine Werke sind weltweit in Museen vertreten. Der in Chile geborene Künstler stand in engem Austausch mit Surrealisten wie Dalí, André Breton und Marcel Duchamp, mit denen er seit 1938 ausstellte. Als Architekt ausgebildet, entwickelte Matta im Pariser Atelier von Le Corbusier seine Idee der Beziehung des Raums zum Menschen. In seinen Gemälden schuf er Fiktionsräume, die mit Elementen wissenschaftlicher Bildsprache emotionale Erfahrungen aufrufen. In den 1940er Jahren, als Matta sich im Exil in New York befand, nahm er wesentliche Entwicklungen des Abstrakten Expressionismus vorweg.

 

Nach dem Zweiten Weltkrieg reflektierten seine Maschinenmenschen das politische und gesellschaftliche Zeitgeschehen. Die großzügige, verschwenderische und oft gewaltsame Malerei wendet sich gegen den Zweckrationalismus der Moderne, den Matta als Quelle der Selbstentfremdung des Menschen kritisierte. Dem rechten Winkel als Inbegriff von Maß und Proportion, von Modul und Produktion stellte Matta Räume gegenüber, die mit ihren organischen Wölbungen und Höhlungen dem menschlichen Körper gemäß sind. Diese Bildräume lassen ein neues Sehen entstehen, indem sie die Malerei mit dem Körper verbinden.

 

Die ruhige und klare Architektur Richard Meiers stellt den monumentalen Gemälden mit ihren sphärischen Farben und Formen einen ausgleichenden Pol entgegen und bietet den Bildern Mattas den Raum, den sie benötigen.

 

Die großen Retrospektiven in Deutschland liegen bereits viele Jahre zurück. Matta. Fiktionen präsentiert im Museum Frieder Burda in Baden-Baden einen Maler, der eine Epoche geprägt hat. Die Ausstellung, die in Kooperation mit dem Bucerius Kunst Forum, Hamburg entstand, wirft einen neuen Blick auf Mattas Werk und zeigt seine verblüffende Aktualität für die zeitgenössische Malerei.

 

Blick in die AusstellungBlickindieAusstellung