Aus der Sammlung Frieder Burda. Gerhard Richter • Sigmar Polke • Arnulf Rainer












14. September - 3. November 1996
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| Sammlung Frieder Burda Gerhard Richter, Sigmar Polke, Arnulf Rainer |
KUNSTHALLE BADEN-BADEN
Aus der Vielzahl von hochrangigen Werken internationaler zeitgenössischer und moderner Kunst im Besitz des Baden-Badener Sammlers Frieder Burda wählte die Staatliche Kunsthalle repräsentative Gemälde und Arbeiten auf Papier von Gerhard Richter, Sigmar Polke und Arnulf Rainer aus, an denen die Vielseitigkeit und Entwicklung des jeweiligen künstlerischen Schaffens ablesbar sind. Die Ausstellung bietet eine spannungsvolle Gegenüberstellung von drei zentralen Positionen der Gegenwartskunst.
| Von Gerhard Richter (* 1932 in Dresden) sind Werke aus den Jahren 1962 bis heute zu sehen: figurative Malerei nach Fotografien, strenge monochrome Farbtafeln, romantisch anmutende Landschaften und großformatige abstrakte Bilder. Sachlich und gefühlsbetont, Klassiker und Romantiker in einem, entzieht sich Gerhard Richter einer Festlegung. Mit strengem Kalkül und bedingungsloser Hingabe stellt er immer neu die Frage nach der Malerei als einem Stück Wirklichkeit. Auf diese Weise erklärt sich der stete "Stilwechsel als Stilprinzip". |
| Sigmar Polke (* 1941 in Oels, Schlesien) ist ein unermüdlicher Experimentator. In seiner ironisch humorvollen Bildsprache, die Widersprüche und Klischeevorstellungen unserer Gesellschaft und unseres Konsumalltags mit spielerischer Hintergründigkeit und Poesie entlarvt, offenbart er dem Betrachter auch im scheinbar Nebensächlichen oder Zufälligen einen schier unendlichen Reichtum an Bedeutungen und Beziehungsgeflechten. Dies wird insbesondere in den auf den ersten Blick wie hingeworfenen Zeichnungen deutlich, von denen sich ein außergewöhnlich reiches Konvolut aus den sechziger Jahren in der Sammlung Frieder Burda befindet. |
| Auch der Österreicher Arnulf Rainer (* 1929 in Baden bei Wien) ist mit zentralen Themen vertreten. Diese reichen von frühen Überdeckungen, Beispielen der Face Farces bis zu Serien wie den Van Gogh-Übermalungen, Fels- und Höhlenüberzeichnungen sowie expressiv-poetischen Pflanzen- und Naturüberarbeitungen. Die malerische Kraft von Rainers Werke wird insbesondere in den großformatigen Kreuzdarstellungen und den Totenmasken der monumentalen plastischen Arbeit "Kistenwalhalla" aus den Jahren 1980-1988 deutlich. |
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